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  Ultra - Marathonfreak
  Bieler Lauftage 2011
 
 
Homepage Bieler Lauftage:
http://www.100km.ch/

Ergebnis 2011:
http://services.datasport.com/2011/lauf/biel

FG unterwegs: Antje Krause in Biel

Antje Krause, Biel 2011

Auch wenn das Interesse am Bieler Hunderter offensichtlich nicht allzu groß ist, will ich dennoch meiner Pflicht genüge tun und einen kurzen Bericht für die FG schreiben.

Nach zwei Jahren Pause dachte ich, dass es wieder mal Zeit wäre, in Biel zu laufen. Der Kasselmarathon passte als Vorbereitungslauf gut hinein, fiel aber letztendlich wegen der Hitze mit gut dreieinhalb Stunden wesentlich langsamer aus als angedacht. Kurzfristig entschloss ich mich vor zwei Wochen, den Westerwaldlauf, auf den ich ganz zufällig gestoßen bin, als letzten langen Lauf zu absolvieren. Eine Veranstaltung, die absolut zu empfehlen ist. 50 Kilometer durch den schönen Westerwald, mit ordentlich Höhenmetern gespickt in absolut entspannter Atmosphäre. Gute Verpflegung unterwegs, schönes Start/Zielgelände und das zum mehr als fairen Preis von 10 Euro. Eine Seltenheit heutzutage, wo auch Landschaftsläufe in Mode kommen, die das vier-fünffache kosten und man seine Verpflegung sogar teilweise noch selbst mitschleppen muss. Dass es keine Zeitnahme und keine Siegerehrung gibt, stört keinen. Dass in der Ergebnisliste und auf der Urkunde dann die selbst gestoppte Zeit notiert wird, auch nicht. Ich hatte einen ordentlichen Muskelkater hinterher, aber das schöne Gefühl, noch was Gutes für Biel getan zu haben.

Biel selbst wollte ich so halbwegs ambitioniert laufen. Schauen, wer da ist, wenn möglich vielleicht auf´s Treppchen kommen und ansonsten aber vor allem nicht so leiden, wie bei den beiden letzten Läufen in Biel.

Beim Blick in die Starterliste war aber schon klar, dass es schwierig werden würde. Schon nach 20 Kilometern bekam ich die Info, dass vorn gleich mehrere Frauen waren, die richtig loslegten und schon einige Minuten Vorsprung hatten. Da ich mich knapp über 5 Minutenschnitt befand, war die Sache für mich damit erledigt. Die Bedingungen waren schwierig, teils heftiger Dauerregen bis fast zur Hälfte, viele Pfützen, teilweise sehr starker Wind machten es nicht einfach. Verlaufen habe ich mich auch gleich zwei mal (aus Unachtsamkeit), aber zum Glück habe ich es recht schnell gemerkt.

Über den Ho-Chi-Minh Pfad bin ich wieder gut drüber gekommen, das Stück hinauf nach Bibern habe ich auch noch mal etwas zugelegt, da die Info kam, dass sich der Abstand zu den beiden Frauen vor mir verringert hätte. Nach Biebern wusste ich, dass der dritte Platz außer Reichweite war. Zeitmäßig war es mir relativ egal, natürlich hatte ich vorher mit den neun Stunden geliebäugelt, doch schon bei Km 70 war mir klar, dass ich mich dafür würde richtig quälen müssen. Dazu war ich nicht bereit, vor allem, da ja in dieser Saison noch weitaus wichtigere Rennen anstehen. Fünfter Platz im Ziel, die Bielzeit um 20 Minuten verbessert, das ist für mich ein gutes Ergebnis. Am wichtigsten ist für mich, dass ich dieses Mal den Lauf wesentlich besser absolviert habe. Nachdem ich sonst bei den Steigungen regelmäßig gehen musste, konnte ich dieses Mal ohne Probleme alles laufen. Wer dazu noch mehr lesen will, kann ja auf Laufreport vorbeischauen, da gibt´s einen ausführlichen Erlebnisbericht.

53. Bieler Lauftage

Regen und ein großes Malheur

Bei den 53. Bieler Lauftagen wurden die Halbmarathon- und Marathon-Läufer vom Start weg falsch geschickt und liefen deshalb 7 km weniger als nötig.

53. Bieler Lauftage
Der Start zu den 100 Kilometern in der Bieler Nacht.

Als die 100-km-Läufer um 22 Uhr auf die Strecke geschickt wurden, war die Welt in Biel noch in Ordnung. Erstmals fand der Start mitten im Stadtzentrum statt, vor dem Kongresshaus, um mehr Zuschauer zu locken. Und das Experiment schien aufzugehen. Nie zuvor wohnten so viele Interessierte dem Startprozedere bei.

Doch dann sprinteten den 100-km-Läufern nach ihrer Innenstadt-Runde auf einmal die 15 Minuten später gestarteten Halbmarathon- und Marathonläufer entgegen und bogen mit diesen gemeinsam auf die weitere Strecke, anstatt die vorgesehenen zwei Innenstadtrunden zu absolvieren. Am Schluss kamen bei beiden Distanzen Fabelzeiten raus, die keinen Rappen wert waren, und viele Teilnehmer waren extrem verärgert. Aber die Veranstalter reagierten sofort, denn allen gemeldeten und am Start registrierten Teilnehmern der Kategorien Marathon, Halbmarathon und Walking wurde für die Austragung der Bieler Lauftage 2012 ein Gratisstart angeboten.

Der Form halber sei erwähnt, dass den Halbmarathon, der keiner war, Attila Karatay in 50:56 Minuten bei den Männern und Karin Lüthi in 56:45 Minuten gewannen. Im Marathon lag auf der abgekürzten Strecke bei den Herren Klas Puls in 2:13:38 Stunden vorne und bei den Frauen Caroline Dysli in 2:49:14. Freude kam bei den Siegern nur bedingt auf.

Die 100-km-Läufer waren mit den Neuerungen dagegen durchweg sehr zufrieden. Neben dem neuen Start mit Schleife durch die Bieler Innenstadt kam auch die Verlegung der Messe, der Park- und Campingbereiche, wie des Zielareals vom altehrwürdigen Eisstadion an die Ufer des Bielersees sehr gut an.

Einziger Wermutstropfen war das Wetter. Es regnete Bindfäden. Vor dem Start und bis tief in die Nacht wechselten starke Schauer und leichter Nieselregen sich ab, erst mit Aufgang der Sonne legte sich der Regen. Rechtzeitig zum Zieleinlauf der Sieger. Die 100-km-Siege waren bei Männern wie Frauen unumstritten. Walter Jenni war spätestens ab Kichberg (Kilometer 56) weg und wiederholte seine Siege von 2008 und 2009, dieses Mal allerdings mit einer Zeit von über 7:00 Stunden, genau in 7:11:54 Stunden, Zweiter wurde David Girardet in 7:23:37, Dritter Rolf Thallinger in 7:38:03.


 
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